„Wir haben die große Chance, etwas zu bewegen“

Notizen   12.10.2022 | 18.41 Uhr

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Viele Ideen wurden bei der ersten Diskussionsveranstaltung von „Vision Vohwinkel“ angesprochen. | Foto: Marcus Müller

Die Vision ist klar: „Vohwinkel soll bei der Bundesgartenschau 2031 zentraler Ankunftsort und ein attraktives Stadtteilzentrum werden.“ Bis spätestens zu diesem Termin möchte eine Gruppe von Vohwinkelern viele kleine und große Projekte angehen, um zumindest den Bereich zwischen der Schwebebahn-Endhaltestelle, der Kaiserstraße und dem Bahnhof „wachzuküssen“ und attraktiver zu gestalten. „Wir haben die große Chance, etwas zu bewegen“, ist sich Axel Sindram von der Initiative „Vision Vohwinkel“ sicher.

Bereits vor fünf Jahren hatte Michael Spitzer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Aktion V“ und Mitglied der neuen Initiative, vorgeschlagen, die Kaiserstraße zwischen der Schwebebahn-Endhaltestelle und der Brucher Straße in eine Fußgängerzone umzuwandeln und den immer größer werdenden Auto-Verkehr aus dem Zentrum weitestgehend zu verbannen. Diese Idee greift nun auch „Vision Vohwinkel“ nun wieder auf: Eine deutlich bessere Aufenthaltsqualität soll dafür sorgen, dass sich qualitativ hochwertige Gastronomie und Einzelhandel wieder vermehrt ansiedeln. „Wir sind aber noch in der Ideenfindungsphase“, betonte Horst Harguth am vergangenen Donnerstagabend, 6. Oktober 2022, im Rahmen einer Diskussionsrunde im BürgerBahnhof Vohwinkel. Die Ideen seien noch nicht fix, sowieso werde „niemand völlig abgeschnitten“ – Lieferzonen und die Zufahrt zu den Häusern sollen möglich sein.

Ebenso schlägt „Vision Vohwinkel“ die Begrünung der Schwebebahn-Stützen und eine Aussichtsplattform am Kaiserplatz vor. Eine gläserne Front für die Schwebebahn-Wagenhalle sei ebenso denkbar, zumal diese ab 2028 sowieso neugebaut werden solle. „Unsere Vorfahren Habens ich von vielem nicht aufhalten lassen“, erklärte Visionist Harguth auch hinsichtlich einer nicht ganz so aufgeschlossenen Stadtverwaltung. „Eigentlich müssen wir gar nichts neu erfinden, das gibt es alles schon irgendwo“, richtete er den Blick etwa gen Niederlande oder Dänemark, wo einige Innenstädte inzwischen die Autos verbannt haben.

Die Resonanz auf die Diskussionsrunde konnte sich sehen lassen: Zahlreiche Interessierte waren der Einladung gefolgt und brachten auch ihre Ideen ein: Ein Parkhaus am „Park + Ride“-Parkplatz, die Einbeziehung der Gustavstraße in die Verkehrsberuhigung, eine direkte Verbindung von der Straße „Zur langen Brücke“ zur Nordbahntrasse und eine Radstation am Bahnhof waren nur einige Vorschläge. „In Zukunft wird ein Parkplatz vor einem Geschäft das kleinste Problem sein“, brachte es Uli Kopka vom BürgerBahnhof am Ende auf den Punkt.

Und weil „Vision Vohwinkel“ weiterhin das Gespräch mit den Menschen im Stadtteil suchen möchte sowie für außergewöhnliche Ideen, Anregungen und Kritik offen ist, wird es am 10. November 2022 um 19 Uhr eine weitere Diskussionsveranstaltung im BürgerBahnhof an der Bahnstraße 16 geben.

|  Marcus Müller  
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