Barrierefreies Rathaus: Hält Schneidewind sein Wort?

Politik   10.06.2025 | 15.13 Uhr

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Auf der Rückseite des Gebäudes soll zukünftig ein Aufzug für Barrierefreiheit im Rathaus sorgen. | Foto: Marcus Müller

Hält Oberbürgermeister Uwe Schneidewind doch noch sein Wort? Zu Beginn seiner im September 2025 endenden Amtszeit war er angetreten mit dem Versprechen, jeder Bezirksvertretung (BV) im Tal ein „Leuchtturmprojekt“ erfüllen zu wollen. Die Vohwinkeler Stadtteilparlamentarier hatten sich für einen barrierefreien Zugang zum Rathaus und von der Siedlung Lüntenbeck zur Nordbahntrasse ausgesprochen.

Beide Vorhaben waren aber nicht so einfach zu realisieren: Während schon seit einiger Zeit klar ist, dass sich an der Nordbahntrasse die Fertigstellung in die nächste Legislaturperiode verschiebt, kommt nun auf den „letzten Metern“ von OB Schneidewind auch Bewegung ins Vohwinkeler Rathaus. Zur Juni-Sitzung der Vohwinkeler BV präsentiert das Oberbürgermeister-Büro eine Machbarkeitsprüfung, die einen Aufzug auf dem rückwärtigen Innenhof des historischen Baus an der Rubensstraße sowie eine barrierefreie Toilettenanlage mit Wickelmöglichkeit in einem Büro des Bürgeramtes empfiehlt.

Die „Schaufassade“ auf der Straßen- und Parkplatzseite soll demnach unberührt bleiben. Der hydraulisch-betriebene Personenaufzug für maximal acht Personen mit nebenstehendem Maschinenraum soll laut Machbarkeitsprüfung vielmehr auf der Südseite des nördlicheren Gebäudeteils installiert werden und dort alle drei Etagen anfahren, die jeweils mit Übergängen verbunden werden. Hierfür müssen Fensterbrüstungen entfernt werden. Im geplanten barrierefreien WC fallen zudem unter anderem Trocken-, Fliesen- und Malerarbeiten an.

Die Gesamtkosten für die Umbaumaßnahmen beziffert das städtische Gebäudemanagement (GMW) aktuell auf rund 480.000 Euro – hält sich aber schon jetzt „deutliche Kostenänderungen“ durch die noch nicht erfolgten Ausschreibungen einzelner Gewerke vor. Sollte der Rat der Stadt Wuppertal der Vorlage am 8. Juli 2025 zustimmen, soll ihm von der Verwaltung und dem GMW „eine Zeitschiene für die Realisierung des Projektes im ersten Halbjahr 2026“ vorgelegt werden.

|  Marcus Müller  
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