NachtExpress: BV will „Kirchenfelder Weg“ behalten

Politik   23.02.2024 | 06.15 Uhr

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Die Bushaltestelle „Kirchenfelder Weg“ an der Wiedener Straße. | Foto: Marcus Müller

Der dritte Teil des Wuppertaler Nahverkehrsplans, der im Januar 2024 den Bezirksvertretungen der Stadt vorgelegt wurde, befasst sich mit flexiblen Bedienungsformen wie etwa dem TaxiBus, dem AnrufSammelTaxi oder der „Hol mich“-App sowie den NachtExpress-Linien der Wuppertaler Stadtwerke (WSW). Hierbei soll eine Optimierung des Angebots in den Nachtstunden erfolgen.

Ein benanntes Problem hierbei: Bei den auf einen Stundentakt ausgelegten NachtExpress-Linien sollten die Fahrzeiten für eine Tour nicht über 50 Minuten liegen – bei den Linien NE1 bis NE7 ist dies aber aktuell nicht richtig umsetzbar. „Die Standzeiten am Hauptbahnhof sind teils zu knapp, um Verspätungen aus der Fahrt auszugleichen, dem Personal eine Pause zu ermöglichen und wieder pünktlich loszufahren“, heißt es im Nahverkehrsplan Teil 3. Die Fahrzeiten seien zwischen zwei und acht Minuten zu lang.

Da nachts kein hohes Verkehrsaufkommen und keine signifikanten Verlustzeiten an Ampeln bestünden, wird aus diesem Grund empfohlen, einzelne Haltestellen zur Beschleunigung entfallen zu lassen. Im Falle des NE2 (Elberfeld – Am Eckbusch – Kirchenfelder Weg – Elberfeld) wird vorgeschlagen, die Haltestelle „Kirchenfelder Weg“ an der Wiedener Straße zu streichen. Eine etwa ein Kilometer lange fußläufige Erreichbarkeit sei ab „Wieden Schleife“ gegeben.

Die Bezirksvertretung (BV) Vohwinkel zeigte sich mit diesem Plan keineswegs einverstanden: In einem einstimmig angenommenen Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und dem fraktionslosen BV-Mitglied Georg Dieker-Brennecke appellierte das Stadtteilparlament für die Beibehaltung des bisherigen Linienweges des NE2. In den nahe der Haltestelle gelegenen Bereichen Düsseler Höhe / An der Piep sowie Kirchenfelder Weg / Schopstreck wohnen rund 2.000 Personen: „Es kann davon ausgegangen werden, dass bei dieser Bevölkerungszahl die Nachfrage der Nachtexpressverkehre entsprechend hoch ist“, heißt es in dem Antrag in Richtung Verkehrsausschuss.

Es sei „eine Zumutung“, wenn die Nutzer des ÖPNV in der Nacht einen einen Kilometer langen Waldweg zurücklegen sollen. „Da würde ich eine 17-jährige Tochter nicht hergehen lassen“, betonte SPD-Fraktionssprecher Andreas Schäfer in der Februar-Sitzung der BV. „Mit dieser geplanten Angebotsreduzierung wird die durch den Nahverkehrsplan angestrebte Verkehrswende sicher nicht erreicht werden können“, betonen die Antragsteller.

|  Marcus Müller  
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