Stadtwerke erhöhen die Preise von Strom und Gas

Wirtschaft   15.11.2022 | 08.48 Uhr

Artikelfoto

Strom und Gas werden zu Beginn des neuen Jahres 2023 auch bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) teurer. Hauptgrund sind nach WSW-Angaben die weiter gestiegenen Beschaffungskosten. Zwar habe man vorausschauend gehandelt und noch Mengen im Portfolio, die bereits vor der Krise zu wesentlich günstigeren Preisen eingekauft wurden, dies könne den Preisanstieg allerdings nur moderat begrenzen. Gleichzeitig änderten sich einige regulatorische Preisbestandteile, die sich ebenfalls teilweise preisdämpfend auswirken, heißt es von den WSW.

Die Arbeitspreise in der Grundversorgung Strom (WSW Strom Classic) steigen zum 1. Januar 2023 um 4,81 Cent pro Kilowattstunde auf 42,02 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 1.400 Kilowattstunden entspricht dies einer Erhöhung um 9,1 Prozent. Für den genannten Beispielhaushalt erhöhen sich die jährlichen Stromkosten dadurch um rund 60 Euro brutto.

Die Arbeitspreise in der Grundversorgung Gas (WSW Gas Classic) steigen zum 1. Januar 2023 um 2,18 Cent pro Kilowattstunde auf 15,78 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden entspricht dies einer Erhöhung um 12,5 Prozent. Für den genannten Beispielhaushalt erhöhen sich die jährlichen Gaskosten dadurch um circa 104 Euro brutto.


Den steigenden Energiekosten wirkt voraussichtlich ab März 2023 die so genannte Gaspreisbremse entgegen. Gemäß dem Vorschlag der Expertenkommission Gas und Wärme soll der Preis für 80 Prozent des Gasverbrauchs in Privathaushalten und kleinen Gewerbebetrieben bei 12 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Eine Einmalzahlung in Höhe der Abschlagszahlung für Dezember 2022 hat das Bundeskabinett bereits beschlossen. Eine Strompreisbremse ist aktuell in der politischen Diskussion und soll dann im nächsten Jahr voraussichtlich ebenfalls die Energiekosten der Verbraucher reduzieren.

Die WSW befürchten, dass aufgrund der Belastungen viele Wuppertaler Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Daher stellen die Stadtwerke auf ihrer Website viele Informationen zu Energiesparmöglichkeiten bereit und bauen ihr Beratungsangebot für Kunden mit Energieschulden aus. So bieten die WSW für Kunden, die aufgrund der Energiekrise erstmals in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, eine zusätzliche Beratung an. Diese ist über die Hotline 02 02 / 5 69-77 72 zu folgenden Zeiten möglich: montags bis mittwochs von 9 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 18 Uhr. Darüber hinaus können telefonisch Termine für eine persönliche Beratung vereinbart werden.

|  VB  
Artikel teilen: 

Aktuelle Artikel auf VOHWINKEL!BLOG:

Adventliches Treiben in der Ev. Kita Ehrenhainstraße

Freizeit 01.12.2022 | » mehr...
Freizeit 01.12.2022 | Zum ersten Mal wurde am vergangenen Samstag, 26. November 2022, im Evangelischen Familienzentrum an der Ehrenhainstraße 125 ein Adventsmarkt (nicht nur) für die Familien aus dem Quartier veranstaltet. In der kleinen „Budenstadt“ auf dem Spielplatz der Kindertagesstätte konnte dabei den ganzen Nachmittag über viel entdeckt werden – ganz Mutige durften... » mehr...

FSV Vohwinkel feiert Heimsieg in Sechs-Punkte-Spiel

Sport 30.11.2022 | » mehr...
Sport 30.11.2022 | Seinen zweiten Saisonsieg im 13. Spiel konnte Fußball-Landesligist FSV Vohwinkel am Sonntagnachmittag, 27. November 2022, auf heimischem Geläuf einfahren. Gegen den direkten Abstiegskonkurrenten TUSEM Essen gelang den Füchsen ein nie gefährdeter 4:0-Erfolg (3:0). Den Auftakt machte dabei Benjamin Cansiz in der siebten Spielminute. Bereits vier Minuten später konnte FSV-Kapitän Frederic... » mehr...

„Lebendiger Adventskalender“ ab dem 5. Dezember

Freizeit 30.11.2022 | » mehr...
Freizeit 30.11.2022 | Die Evangelische Kirchengemeinde Vohwinkel, die Freie evangelische Gemeinde Vohwinkel, die Katholische Kirche im Wuppertaler Westen und die Landeskirchliche Gemeinschaft Wuppertal laden auch in diesem Jahr wieder zu einem „Lebendigen Adventskalender“ ein. Ursprünglich aus der Not der Corona-Einschränkungen entstanden, möchte dieses Format – wie in anderen Stadtteilen Wuppertals – in der... » mehr...

Adventsmarkt: Sogar Nikolaus kam nach Sonnborn

Freizeit 29.11.2022 | » mehr...
Freizeit 29.11.2022 | Klein, aber dafür umso feiner präsentierte sich am vergangenen Samstagabend, 26. November 2022, der erste Adventsmarkt der neugegründeten IG Sonnborn. An sieben Ständen konnte Handgefertigtes erworben, Festliches für die nahenden Feiertage geshoppt und ausgelassen bei Bullebäuschen, Glühwein und Bratwurst geklönt werden. Auch die jüngeren Besucher kamen voll und ganz auf... » mehr...

Bahnhof: Städtische Hilfe wegen höherer Mieten?

Politik 29.11.2022 | » mehr...
Politik 29.11.2022 | „Es wird um die Existenz dieser Vereine gehen“, appellierte Vohwinkels Bezirksbürgermeister Georg Brodmann in der November-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Vohwinkel. Denn nur wenige Stunden zuvor hatte er an einem Gespräch mit der Bahn und Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sowie Vertretern der dort beheimateten Kulturvereine teilgenommen, um über die zukünftige Situation des... » mehr...