ver.di: Dritter ÖPNV-Streik innerhalb eines Monats

Wirtschaft   24.02.2024 | 08.11 Uhr

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Ein Bus der WSW mobil GmbH am Bahnhof Vohwinkel. | Foto: Marcus Müller

Zuletzt war am 2. Februar 2024 und 15. Februar 2024 der kommunale Personennahverkehr von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bestreikt worden. Nun soll es erneut zu einem dritten Ausstand der Beschäftigten der WSW mobil, der Stadtwerke Solingen sowie der Rheinbahn kommen und der Bus- und Schwebebahnverkehr in Vohwinkel stillstehen. Im Zeitraum von Montag, 26. Februar 2024, bis Samstag, 2. März 2024, soll es bundesweit einen Wellen-Streik geben – pünktlich zum von Fridays for Future initiierten Klimastreiktag am 1. März.

Nach Angaben des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper wird die Streikwelle am Donnerstag, 29. Februar 2024, das Bundesland Nordrhein-Westfalen erreichen. Geplant dabei ist ein bis zum 1. März 2024 andauernder, 48 Stunden langer Ausstand der Beschäftigen im Nahverkehr, nachdem die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten – bundesweit rund 90.000 – im kommunalen ÖPNV in Nordrhein-Westfalen sowie weiteren Bundesländern am 16. Februar 2024 in zweiter Runde ergebnislos geblieben waren. In den Tarifverhandlungen geht es hauptsächlich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Entlastung der Beschäftigten.

„Die Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Statt für attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV zu sorgen, um auch zukünftig ausreichend Personal zu finden, sollen die Arbeitsbedingungen – unter anderem durch Arbeitszeitverlängerungen – noch verschlechtert werden. Das ist verantwortungslos und ein Schlag ins Gesicht all unserer Kolleginnen und Kollegen, die durch die Schichtarbeit und die hohe Anzahl von Überstunden ihre Gesundheit aufs Spiel setzen“, erklärt Fachbereichsleiterin Andrea Becker von ver.di NRW. „Wir bedauern, dass mit den Streikmaßnahmen auch die Fahrgäste getroffen werden. Durch die frühe Ankündigung versuchen wir für Planbarkeit zu sorgen, damit sich die Menschen auf die Ausfälle einstellen könnten.“

Update (27. Februar 2024, 20.24 Uhr): Und auch dieses Mal weisen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) darauf hin, dass ihre Belegschaft dem Streikaufruf wohl in großen Teilen folgen werde. An beiden Tagen würden keine Busse und Schwebebahnen verkehren und die Angebote Hol mich! App, AnrufSammelTaxi und TaxiBus nicht zur Verfügung stehen. Ebenso verkehre der NachtExpress in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht. Ebenso bleibe das WSW-MobiCenter in Barmen an beiden Tagen geschlossen, das MobiCenter am Wall in Elberfeld öffne am Donnerstag, 29. Februar 2024, zu den üblichen Öffnungszeiten, am Freitag aber nicht. Wie auch zuvor sind die WSW-Kundencenter für Energiekunden nicht vom Warnstreik betroffen und bleiben geöffnet.

|  VB  
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